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Risiken kartieren mit Blick auf das Tagesgeschehen

IT & Security

Studie von Conscia in Zusammenarbeit mit BenchLab

Conscia
Risiken kartieren mit Blick auf das Tagesgeschehen

Benchmark-Studie

Dieser Artikel wurde auf Grundlage der Umfrage verfasst: „Welche Entscheidungen treffen Organisationen bei der Digitalisierung?“ Durchgeführt von BenchLab. Diese Studie wurde zwischen April 2022 und Januar 2024 unter Unternehmensdienstleistern, Kommunen und Gesundheitseinrichtungen durchgeführt. Inzwischen haben über 200 Entscheidungsträger an der Umfrage teilgenommen. Über 800 Entscheidungsträger wurden dem Netzwerk von Conscia hinzugefügt und erhalten regelmäßige Updates zur Umfrage. Alle Benchmark-Berichte wurden von Conscia-Spezialisten in vereinbarten Terminen nachbesprochen.

Unsere Gesellschaft läuft auf Technologie. Digitale Prozesse sind das Rückgrat von Organisationen. Ohne sie können wir nicht mehr funktionieren. Diese Prozesse werden jedoch durch eine wachsende Zahl von Cyberangriffen bedroht. Was tun Organisationen derzeit in Sachen Cybersecurity? Und reicht das aus, um künftigen Angriffen standzuhalten? Denn eines ist sicher: Cyberangriffe sind gekommen, um zu bleiben.

Ein Dauerthema für Organisationen

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat Conscia in Zusammenarbeit mit dem kommerziellen Marktforschungsunternehmen BenchLab eine Cybersecurity-Benchmark-Studie gestartet. Aus den ersten Ergebnissen und aus Gesprächen mit homogenen Befragten lassen sich bereits bemerkenswerte Schlussfolgerungen ziehen.

Organisationen scheinen sich der Gefahr von Cyberangriffen durchaus bewusst zu sein. So geben 94% an, dass die Frage nicht ist, ob sie gehackt werden, sondern wann es passiert. Über die Hälfte sagt zudem, dass Cybersecurity innerhalb der Organisation oberste Priorität hat. Betrachtet man jedoch den Anteil des IT-Budgets, der für Cybersecurity aufgewendet wird, geben über ein Drittel der Befragten an, dass es zu wenig ist. Auf die Frage, welche Note sich Organisationen für ihre Cybersecurity geben, lag der Durchschnitt bei 6.1.

Interviews mit Befragten bestätigen diese Zahlen und zeigen zudem einen Trend. Die Cybersecurity-Experten innerhalb der Organisationen wissen sehr genau, was getan werden muss. Es fällt ihnen jedoch manchmal schwer, das Thema auf die Agenda zu bekommen. Bei Conscia sieht man oft dieselben Szenarien ablaufen. „Wenn Cybersecurity in den Nachrichten ist, bekommt das Thema Aufmerksamkeit, und es wird Geld freigegeben, um Punkte anzugehen.“ Laut Maarten Werff, Solution Consultant Cybersecurity bei Conscia, gibt es keine einheitliche Blaupause für Cybersecurity, da sich das Tagesgeschehen ändert. „Schauen Sie deshalb auf die Risiken, die für Ihre eigene Organisation spezifisch sind.“

Ein Fokus, der sich verschiebt

Das Tagesgeschehen sorgt dafür, dass sich die Bedrohungslandschaft immer weiter verschiebt. Während vor zwei Jahren ein DDoS-Angriff noch als größte Bedrohung galt, geben die Befragten nun an, vor allem Ransomware, Phishing und Supply-Chain-Angriffe zu fürchten. Die Aufmerksamkeit kann sich auch durch großflächige Krisen verschieben, wie derzeit in der Ukraine. Diese Entwicklung hat viele Organisationen direkt dazu veranlasst, ihre Cybersecurity-Strategie zu ändern.

„Um Cyberangriffe wirksam zu bekämpfen, ist es klug zu betrachten, welche Gefahren die Organisation bedrohen, welche Risiken 'akzeptabel' sind, und die Richtlinien entsprechend anzupassen“, so Maarten Werff. „Es ist gut, wenn Organisationen erkennen, dass sie selbst eine Rolle bei der Verringerung oder Beseitigung von Risiken spielen können. Dafür müssen diese aber zuerst identifiziert werden.“

Auch nach der Bestandsaufnahme der Risiken ist es gut, Veränderungen in der Welt im Auge zu behalten. Das weit verbreitete Homeoffice, das die Corona-Pandemie (dauerhaft) mit sich gebracht hat, ist dafür ein gutes Beispiel. Auch das verändert das Risikoprofil. Möglicherweise erfordert eine solche Veränderung wie das Homeoffice auch mehr Wachsamkeit von den Mitarbeitenden. Wenn ja, ist es gut zu sehen, dass 89% der Befragten angaben, dass auf allen Ebenen der Organisation Cybersecurity-Bewusstsein geschaffen wird.

Auf der Präventionsseite scheint das ziemlich gut zu laufen. Hier fließt derzeit auch mit Abstand die meiste Zeit und Energie der Organisationen hinein (43%). Der nächste Schritt, die Detektion, scheint mit 15% noch etwas unterbelichtet. Auf die Frage, ob das eigene SOC oder Security-Team in der Lage ist, adäquat auf einen Cybervorfall zu reagieren, um den Schaden zu minimieren, antworteten 39% der Befragten mit Ja.

Detection und Response auf der Agenda

Interessant ist, dass 80% angeben, dass „Detection and Response“ zur wichtigsten Entwicklung innerhalb der IT-Security wird und dass dies in den kommenden Jahren der Fokus der Organisationen sein wird. Damit verdrängt es Gesetzes- und Regulierungsänderungen vom ersten Platz, während diese für 59% der Organisationen derzeit noch der Hauptgrund sind, in Cybersecurity zu investieren.

Maarten Werff plädiert für eine ausgewogene Verteilung der Maßnahmen in den Bereichen Identifikation, Prävention, Detektion, Reaktion und Wiederherstellung. Er rät, dafür zu sorgen, dass die Basics in Ordnung sind. „Wissen Sie, was in Ihrem Netzwerk vorhanden ist, welche Software eingesetzt wird, und sorgen Sie dafür, dass bekannte Schwachstellen rechtzeitig beseitigt werden.“

Im Bereich Detection und Response ändert sich durch organisatorische und technologische Entwicklungen vieles. Den Oudsten fährt fort: „Der Einsatz eines externen 24/7 Security Operations Centre (SOC) rückt für viele Organisationen in Reichweite. Eine Verschiebung der Detektionsstrategie hin zu dem, was wir schützen wollen, den Nutzer, den Endpoint und die 'Kronjuwelen', bietet die Möglichkeit, schnell einzugreifen.“ Maarten Werff ist deshalb der Ansicht, dass Managed-Detection-&-Response-Dienste (MDR) eine bessere Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit bieten als ein konventionelles SOC/SIEM. „Nicht nur wegen der höheren Sichtbarkeit und der Möglichkeit, schnell einzugreifen, sondern vor allem, weil es eine kosteneffiziente Lösung ist, die innerhalb weniger Wochen einsatzbereit sein kann.“

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