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92% der Gesundheitseinrichtungen erwarten einen Hack

Gesundheitswesen

Untersuchung zu Cloud-Adoption und Sicherheit im Gesundheitswesen

SoftwareOne
Untersuchung zu Cloud-Adoption und Sicherheit im Gesundheitswesen

Über die Untersuchung

Dieser Artikel wurde auf Basis der Untersuchung „Digitalisierung im Gesundheitswesen: alles (fast) in Ordnung?“ geschrieben. Durchgeführt von BenchLab. Die Untersuchung lief von Juni 2023 bis Dezember 2023 und richtete sich auf große Gesundheitsorganisationen. Inzwischen haben mehr als 30 Entscheidungsträger an der Untersuchung teilgenommen. Mehr als 230 Entscheidungsträger wurden dem Netzwerk von Software One hinzugefügt und regelmäßig über die Untersuchung informiert. Alle Benchmark-Berichte wurden von Software One-Spezialisten in Terminen nachbereitet.

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SoftwareOne, ein weltweit führender Anbieter von Software- und Cloud-Lösungen, hat in den Niederlanden eine Untersuchung unter Gesundheitseinrichtungen zu ihrer Cloud-Adoption, der Einhaltung der Norm NTA 7516 und der Sicherheit durchgeführt. Befragte aus knapp 30 großen Gesundheitseinrichtungen wurden außerdem zu ihrem Einsatz innovativer Anwendungen im Gesundheitswesen befragt. Dabei zeigt sich: Die Bereitschaft, Gesetze und Vorschriften einzuhalten, ist groß, die Praxis bleibt jedoch herausfordernd.

Cloud-Umgebungen im Gesundheitswesen

Im Gesundheitswesen hat der Übergang zu Cloud-Umgebungen in den letzten Jahren zugenommen. Laut den Befragten sind die wichtigsten strategischen Überlegungen bei der Wahl der Cloud der Bedarf an Verwaltbarkeit, verbesserte Sicherheitsfunktionen und der Wunsch zu innovieren. Rund 44% der genutzten Healthcare-Anwendungen befinden sich in der Cloud, wobei sowohl Public als auch Private Cloud genutzt werden. Bemerkenswert: Wo genau die gespeicherten Daten liegen, ist 35% der Befragten nicht ganz klar, 4% geben an, überhaupt keine Ahnung zu haben.

NTA 7516 und Datenschutz

Das Teilen von Informationen wie medizinischen Daten per E-Mail oder Chat ist nur erlaubt, wenn Mitarbeitende sicher kommunizieren können. Diese Datenschutznorm, NTA 7516, wurde vor einigen Jahren eingeführt, um alle Formen von Gesundheitsdaten in den Niederlanden zu schützen. Um dem zu entsprechen und Datenpannen zu verhindern, nutzen die meisten Gesundheitseinrichtungen eine fortschrittliche E-Mail-Security-Lösung (79%), aber die Befragten geben an, dass auch Mobile Device Management (69%) und Endpoint Detection & Response (52%) eingesetzt werden.

Cybersecurity als Top-Priorität

Sicherheit wird von den Gesundheitseinrichtungen ernst genommen; „Cybersecurity hat in unserer Organisation höchste Priorität“, sagen 73% der Befragten. Diese Gruppe findet auch, dass „das Wissensniveau der Mitarbeitenden in der IT-Abteilung in Sachen Cybersecurity von hoher Qualität ist“. Das gilt nicht für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen: 85% glauben, dass Nicht-IT-Mitarbeitende wenig Wissen über Sicherheit haben, 92% sagen zudem realistisch, „dass es keine Frage ist, ob wir jemals gehackt werden, sondern wann“.

Dass ein Hack zu erheblichen Problemen führen kann, zeigt sich daran, dass zwar alle Gesundheitseinrichtungen über ein Daten-Backup-System verfügen, aber nur die Hälfte angibt, dass die Disaster-Recovery-Prozedur regelmäßig getestet wird. Auch verfügen nur 50% der Gesundheitseinrichtungen über einen Remediationsplan für kritische Anwendungen innerhalb der Organisation.

  • 92% erwarten einen Hack. Fast alle Befragten erkennen realistisch an, dass es keine Frage ist, ob sie gehackt werden, sondern wann.
  • Nur 50% haben die Recovery-Prozedur in Ordnung. Obwohl alle Gesundheitseinrichtungen über ein Daten-Backup-System verfügen, testet nur die Hälfte regelmäßig die Disaster-Recovery-Prozedur.
  • 44% der Healthcare-Anwendungen in der Cloud. Der Übergang zu Cloud-Umgebungen nimmt zu, aber 35% wissen nicht genau, wo Daten gespeichert sind.

Innovation im Gesundheitswesen unter Druck

Der Einsatz innovativer Anwendungen, die die Versorgung verbessern und die Arbeitslast senken können, wird durch den Mangel an Pflegepersonal immer dringlicher. Gesundheitseinrichtungen finden denn auch, dass Mitarbeitende zu viel Zeit mit administrativer Arbeit verbringen (83%). Ein weiterer Stolperstein: Nur 13% der Mitarbeitenden haben Zugang zu relevanten Datenauswertungen. Rund zwei Drittel der Gesundheitseinrichtungen haben daher in Tools investiert, die bei Reporting und Auswertungen helfen; auch PowerBI wird häufig genannt. 38% beschäftigen sich mit Künstlicher Intelligenz, aber auch typische Healthcare-Innovationen wie smarte Pflaster werden von 28% genutzt. Viele Gesundheitseinrichtungen würden gerne innovativer sein, kommen aber nicht dazu, weil sie zu sehr mit dem Tagesgeschäft beschäftigt sind (59%) oder nicht über ausreichend Budget verfügen (31%).

Aufmerksamkeitspunkte für den Gesundheitssektor

"Die Kontinuität der Dienstleistung und der Schutz personenbezogener Daten sind wichtige Aufmerksamkeitspunkte im Gesundheitssektor. Um das gut zu steuern, müssen Organisationen Gesetze und Vorschriften einhalten und in Innovationen investieren. Es ist natürlich besorgniserregend, dass ein Teil der Verantwortlichen nicht genau weiß, wo welche Daten gespeichert sind. Viel schlimmer ist jedoch, dass fast alle Befragten erkennen, dass ein Hack sehr wahrscheinlich ist, und nur die Hälfte die Datenwiederherstellungsprozeduren in Ordnung hat. Es sind noch viele Schritte nötig, um die IT-Umgebungen im Gesundheitswesen an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden anzupassen und angemessen vor den neuesten Cyberbedrohungen zu schützen."

Romain Paris – Team Lead Healthcare & Education bei SoftwareOne
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